Wenn der Organismus am Limit - das Immunsystem im Keller ist

In 3 - 72 Stunden nach hohen Belastungen versteckt sich die Gefahr

© Lothar Pöhlitz - Winter, aber auch Frühjahrszeit, ist Erkältungszeit für Läufer. Aktuell machen sich schon wieder Infekte breit, im Frühjahr fliegen die Pollen, immer wenn die Nase läuft oder der Hals kratzt sind Trainingsausfälle nahe. Unabhängig von äußeren Ursachen, die man in der Regel meist nur vermuten kann, steht bei Läufern eine ungenügende, nicht ausreichend Wind-, Kälte- oder Regenabweisende Bekleidung im Zusammenhang mit Training oder Wettkämpfen ganz oben auf einer möglichen Ursachenliste. Der Muskulatur tut es auch nicht gut, wenn bei plötzlich sinkenden Temperaturen weiter in kurzen Hosen trainiert wird. Dabei ist die Erfahrung, dass sich Sportler in der Regel nicht während der Belastung erkälten, sondern in den Pausen oder in der Zeit nach der Belastung, wenn sie, durch verschiedene Anlässe – auch nach Wettkämpfen durch die Medien – abgelenkt, sich nicht schnell genug warm anziehen. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass da 2 Minuten schon ausreichen.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Schlappheit sind oft aber auch Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem. Dadurch soll der Organismus anfälliger gegenüber Krankheitserregern und Infekten sein. In der Literatur findet man aber, das ein geschwächtes Immunsystem noch keine Krankheit ist, auch wenn Krankheitserreger offensichtlich weniger gut abgewehrt werden und man früh etwas dagegen tun könnte.

 

Foto Pöhlitz

Regeneration und Entlastung nach Extrembelastungen sichern

„Wissenschaftlich gesichert ist, dass ein moderates aerobes Training und die Höhe der Trainingsbelastung in aerober Stoffwechsellage nicht unbedingt ein gefährdendes Element für das Immunsystem sind, sondern eher zu einer Stärkung der immunologischen Abwehr führt und die gesundheitliche Stabilität erhöht. Das immunologische Geschehen ist sehr komplex. Dabei ist die nach einer hohen sportlichen Anstrengung (Wettkämpfe bzw. Training) zu beobachtende Abwehrschwäche nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung.

„Nach einer hohen psychophysischen Belastung - persönliche Extremleistungen - besteht für 3–72 Stunden ein sogenanntes offenes Fenster (Open-Window-Phänomen) gegenüber eindringenden Erregern“ (Pedersen et. Al 1999). „Eine Identität mit der Erkrankung besteht nicht. Die regelmäßige Belastungsverminderung im Leistungstraining hat bezüglich der Stärkung der natürlichen immunologischen Abwehr eine große Bedeutung“ (Neumann u.a. 2011 – S.109-110).

 

Möglichkeiten der Infektprophylaxe / Selbstanwendungen
Gesund und aktiv vorbeugend durch Herbst, Winter und das Frühjahr

Auch bestimmte Lebensmittel (z.B. Gemüse, Früchte, Mandeln), Kräuter, Gewürze und Grünpflanzen heizen ganzjährig den Stoffwechsel an, senken Entzündungen im Körper und unterstützen die Regeneration (Dr.Feil). Sie entgiften den Organismus, schützen vor Krankheitserregern und stärken vorbeugend die körpereigene Abwehrkraft - das Immunsystem. Auch im großen Blutbild in angemessenen Abständen erkennt man die kleinen und großen Baustellen. Aber bitte keine Extreme, Geld spart man mit einer belastungsabhängigen, kalorienorientierten Mischkost, die ist für alle das Beste.

Außerdem helfen:

  • Wetterangepasste Bekleidung, Nierenschutz, Mütze, Schal
    Überraschend Schnee im Frühjahr / Sommer ist im Trainingslager – vor allem in Höhenlagen - keine Seltenheit
  • Psychophysische Entlastungsmaßnahmen, Stressvemeidung, Schlaf
  • Sanierung von Entzündungen, Nasendusche, Inhalationen
  • Sauna, Wechselduschen, Teilbäder, Entmüdungsbäder, Kneipp-Güsse
  • Gezielte Supplementationen – Vitamine, Mineralien, Immunstimulanzien
     Der Leistungssportarzt gibt die besten Empfehlungen
  • belastungsabhängige, kalorienorientierte Vollwert–Ernährung
  • Selbstmassagen, Teilmassagen, Bürstenmassagen, Kältebehandlungen
  • Und im Trainingslager die kleine Sportlerapotheke mit Blasenpflaster
     nicht vergessen

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