Erfolgreiche Rhein-Berg Runners-Teams beim TransalpineRun 2019

Grass/Schröder und Hörniß/Sambale unter Top 10 ihrer Wertungsklasse
 

Die diesjährige Auflage des TransalpineRun (kurz TAR) war eine Jubiläumsveranstaltung, denn der TAR wurde in diesem Jahr zum 15. mal ausgetragen. Der TAR ist ein mehrtägiger Etappenlauf und eines der härtesten und zugleich spektakulärsten Trailrun-Events der Welt, bei dem man in Zweier-Teams in sieben bzw. acht Tagen die Alpen überquert. Unter dem Motto „Acht Tage, vier Länder, zwei Läufer, ein Traum“ führte der TAR die Teilnehmer dieses Jahr über die Alpen-Westroute von Deutschland, über Österreich und der Schweiz bis nach Italien, mit einer Distanz von ca. 275 km und 17.000 Höhenmetern im Aufstieg.
Die Etappen führten vom Startort in Oberstdorf nach Lech am Arlberg (39,4km/2.343Hm), von Lech nach St. Anton am Arlberg (27,7km/1.787Hm), von St. Anton nach Landeck (39,2km/1.968Hm), von Landeck nach Samnaun (46,3km/2.895Hm), einem Bergsprint von Samnaun auf die Alp Trider (7,8km/834Hm), von Samnaun nach Scuol (40,5km/2.275Hm), von Scuol nach Prad am Stilfserjoch (44,9km/1.698Hm) und von Prad zum Ziel nach Sulden am Ortler (25,8km/2.199Hm).


Nachdem 2018 bereits ein Team der Rhein-Berg Runners, mit Alexander Hörniß und Oliver Bruns, am TransalpineRun über die Ostroute mit 7 Etappen teilnahm, gab es dieses Jahr neben dem Wiederholungstäter Alexander Hörniß, mit Thomas Sambale, Frank Schröder und Rene Grass drei weitere Runner die sich auf das Laufabenteuer einließen.

Vom Startschuss in Oberstdorf am 31. August bis zum Zieleinlauf in Sulden am 7. September gab es für die beiden Teams viele Höhen und Tiefen, viele Leidensmomente, viele Emotionen, aber auch viele schöne Momente. Die extreme Beanspruchung während den aufeinanderfolgenden 8 Etappen mit ganz unterschiedlichen Streckenbeschaffenheiten und flachen, sowie steilen Anstiegen und Downhills konnten in der Form vorher nicht trainiert oder simuliert werden und so musste an der ein oder anderen Passage Tribut gezollt werden. Ein durchgehender Anstieg über 12 km ist bei einer Etappe nicht minder anspruchsvoll wie ein langer Downhill über 12 km, der über schmale Pfade mit Wurzeln und Steinen führt. Neben der hochgradigen Belastung der Beinmuskulatur ist zusätzlich auch höchste Konzentration erforderlich, ein harmonisches Laufen ist hier nicht möglich.
Neben kleineren gesundheitlichen und verletzungstechnischen Problemen galt es auch mentale Probleme in den Griff zu bekommen. Der Zuspruch der Teamkollegen half dann letztendlich, dass alle vier Teamläufer im Rennen blieben und am Ende die verdiente Finishermedaille umgehängt bekamen.

Nach der Auftaktetappe mit ca. 40 km Distanz und 2.343 Hm im Aufstieg, für die beide Teams knapp 6 Stunden benötigten, folgte am 2. Tag eine etwas kürzere Etappe mit 27,7 km und 1.787 km im Aufstieg. Am 3. Tag folgte wieder eine knapp 40 km lange Etappe mit 1.968 Hm im Aufstieg.
An Tag 4 stand die Königsetappe an, mit einer Distanz von 46,3 km und 1.968 Hm. Team Grass/Schröder benötigte für die Etappe fast genau 7 Stunden, das Team Hörniß/Samable ca. 25 Minuten länger.

Am 5. Tag gab es mit dem sogenannten Bergsprint von der Laufdauer her eine Art Erholung für die Teilnehmer. Im Gegensatz zu den Regeln bei den Etappenläufen, bei denen das 2er Team gemeinsam mit einem max. Abstand von 2 min. und mit Pflichtausrüstung laufen musste, gab es beim Bergsprint keine Regeln. Die Teams starteten gemeinsam in 15 Sekunden-Abständen, die Läufer mussten jedoch nicht zusammenbleiben. Für die Tageswertung wurden die beiden Laufzeiten addiert, für die Gesamtwertung war nur die Zeit des langsameren Läufers maßgeblich. Auf der 7,8 km langen Strecke mit 834 Hm Anstieg war Frank Schröder der schnellste Läufer der Runners mit 1:09:06 Std., gefolgt von Rene Grass mit 1:08:28 Std. Das zweite Team lief gemeinsam nach 1:15:41 Std. über die Ziellinie.

Für die 6. Etappe mit 40,5 km Distanz und 2.275 Hm im Aufstieg benötigte Team Grass/Schröder ca. 6:05 Std. und Team Hörniß/Sambale ca. 6:55 Std. Die vorletzte Etappe war mit ca. 45 km Distanz die zweitlängste, jedoch waren hier mehr Hm im Abstieg als im Aufstieg zu bewältigen. Die Teams liefen dann beide Zeiten unter 6 Stunden. Für den letzten Tag war eigentlich noch eine Etappe mit 31 km Distanz und 2.591 Hm im Aufstieg vorgesehen. Aufgrund der Schneebedingungen am höchsten Etappenpunkt, entschied sich der Veranstalter am Vorabend die Etappe jedoch auf einer Alternativroute auszutragen. Die Distanz betrug dann 25,8 km bei 1.199 Hm im Anstieg. Das finale Ziel in der Veranstaltungshalle in Sulden erreichte das Team Grass/Schröder nach 4:37 Stunden und das Team Hörniß/Sambale ca. 3 Minuten später.  


Beim TAR gibt es für jedes Geschlecht drei Wertungsklassen, Men/Women, Master Men/Master Women, Senior Master Men/Senior Master Women. Darüber hinaus jeweils noch Mixed-Teams in den drei Wertungsklassen. Die Senior Master Women-Kategorie war in diesem Jahr nicht ausreichend besetzt, so liefen die Teams in der Master Women-Wertung.

Die beiden Teams der Rhein-Berg Runners liefen in der Senior Master Men-Wertung, die in diesem Jahr sehr stark besetzt war. Das Siegerteam mit den beiden Deutschen Anton Philipp und Seppi Neuhäuser sind Urgesteine des TAR und sorgen seit Monaten dafür, dass andere Teams in der Wertungsklasse jegliche Ambitionen auf einen Sieg verworfen haben. Philipp/Neuhäuser liefen nach 32:02:14 Stunden Laufzeit über die Zielline in Sulden. Die beiden starken Südtiroler Anton Steiner und Oswald Wenin verlangten dem Siegerteam jedoch alles ab und beendeten das das gesamte Rennen lediglich mit ca. 25 Minuten Rückstand (32:27:30 Std.). Auf Platz 3 folge mit 34:36:12 Std. ein weiteres Deutsches Team mit Stefan Lang und Thomas Miksch.
Auf Platz 4 positionierte sich ein Deutsches Team mit bekannten Läufern aus der Region. Mit Teampartner Michael Sommer (u.a. Mannschaftsweltmeister 100 km) trat der Seriensieger des Monschaumarathons Andre Collet (u.a. zweifacher Deutscher Meister 100 km) an, in der Hoffnung einen Podestplatz erreichen zu können. Am Ende betrug der Abstand zum Podest jedoch deutlich knapp 2 Stunden.

In der starken Wertungsklasse mit 45 gestarteten Teams konnten die Rhein-Berg Runners in den Top 10 mitmischen und mit den Plätzen 7 und 8 in der Overall-Wertung ein beeindruckendes  Ergebnis erzielen.
Das Team Rene Grass/Frank Schröder benötigte insgesamt 40:16:35 Stunden und belegte Platz 7 in der Senior Master Men Overall Wertung. In der Wertung aller gestarteten 300 Teams belegte das Team
Platz 48.
Das Team Alexander Hörniß/Thomas Samable benötigte insgesamt 41:47:11 Stunden und belegte Platz 8 in der Senior Master Men Overall Wertung. In der Wertung aller gestarteten 300 Teams belegte das Team
Platz 62.

 
Für die vier Läufer der Runners wird das 8-tägige Laufabenteuer in den Alpen sicher unvergesslich bleiben, denn die Bilder von den leidenden Gesichtern bei den Teamkollegen waren weitaus ergreifender als man das bei anderen Rennen bisher erlebt hat. 
Daher waren auch jeweils die Zieleinläufe bei den Etappen und insbesondere der Zieleinlauf beim Gesamt-Finish in Sulden besonders emotional.

Insgesamt können die Rhein-Berg Runners jetzt drei erfolgreiche Team-Teilnahmen, mit jeweils Platzierungen unter den Top 10, verzeichnen. Der TransalpineRun 2020 führt wieder über die Ostroute, mit Start in Garmisch Partenkirchen und Ziel in Meransen, dem Hochplaeau in der Almenregion Gitschberg-Jochtal (Südtirol)

Alle Fotos Rhein-Berg Runners privat

 

Ergebnisse TransalpineRun 2019 - Rhein-Berg Runners

Rene Grass – Frank Schröder
Gesamtzeit: 40:16:35 Stunden
7. Platz Senior Master Men

1. Etappe - Oberstdorf-Lech – 5:57:48 – Platz 8
2. Etappe - Lech-St. Anton – 4:30:52 – Platz 9
3. Etappe - St. Anton-Landeck – 5:20:08 – Platz 6
4. Etappe - Landeck-Smanaun – 6:59:50 – Platz 7
5. Etappe - Bergsprint Samnaun – 1:09:06 – Platz 6
6. Etappe - Samnaun-Scuol – 6:04:55 – Platz 8
7. Etappe - Scuol-Prad – 5:35:59 – Platz 7
8. Etappe - Prad-Sulden – 4:37:54 – Platz 8


Alexander Hörniß – Thomas Sambale
Gesamtzeit: 41:47:11 Stunden
8. Platz Senior Master Men

1. Etappe - Oberstdorf-Lech – 5:51:34 – Platz 7
2. Etappe - Lech-St. Anton – 4:17:58 – Platz 8
3. Etappe - St. Anton-Landeck – 5:27:18 – Platz 8
4. Etappe - Landeck-Smanaun – 7:25:52 – Platz 10
5. Etappe - Bergsprint Samnaun – 1:15:41 – Platz 10
6. Etappe - Samnaun-Scuol – 6:55:42 – Platz 18
7. Etappe - Scuol-Prad – 5:52:45 – Platz 9
8. Etappe - Prad-Sulden – 4:40:18 – Platz 10
 

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