2. Platz für Manuel Skopnik beim Monschau Marathon

Marathon Nr. 100 für Alexander Hörniß

Der Monschau Marathon ist ein Landschaftsmarathon im Umland der Stadt Monschau und führt durch den Naturpark Nordeifel, nahe der belgischen Grenze. Mit über 750 Höhenmetern ist der Marathon sehr anspruchsvoll, daher erlauben die Laufzeiten keine Referenz zu einem flachen Straßenmarathon.
Trotzdem konnten sämtliche männlichen Sieger seit der Erstaustragung im Jahr 1977 unter der 3 Stunden-Marke bleiben. Den Streckenrekord hält seit 1990 Michael Reul, mit 2:33:12 Stunden.
Bei den Frauen schafften lediglich zwei Teilnehmerinnen eine Zeit unter 3 Stunden, Birgit Lennartz (2:59:10 Std) im Jahr 1995 und Rita Ehrmann mit Streckenrekord (2:56:15 Std.) im Jahr 1998.
Die meisten Siege gehen auf das Konto von Birgit Lennartz (6) und André Collet (8). Da Seriensieger Collet in diesem Jahr am Ultramarathon teilnahm (und auch gewann) konnte Favorit und Serienteilnehmer Markus Mey nach mehrmaligen Versuchen in Monschau zu gewinnen nun endlich als Sieger nach 2:53:04 Stunden über die Ziellinie in Konzen laufen.


Der einzige Teilnehmer der in Reichweite von Mey lief, war Rhein-Berg Runner Manuel Skopnik. Mit einem Rückstand von lediglich 3:17 Minuten auf Mey konnte Skopnik auf Rang 2 folgen. Eine Marathonzeit unter 3 Stunden, bei einem Höhenprofil mit ca. 750 positiven Höhenmetern ist eine beeindruckende Leistung, die für Skopnik mit dem 2. Platz auf dem Podest belohnt wurde.

Hadsel ist eine kleine Gemeinde in der norwegischen Provinz Nordland. Hadseloya ist eine der vier größeren Hauptinseln aus der Inselgruppe Vestreralen, die an bekannte Region Lofoten anschließt. Die Insel Hadseloya, die als einzige vollständig im Gemeindegebiet liegt, hat die ungewöhnliche Besonderheit, dass eine Straße komplett an der Küste um die Insel herumführt.
Und da diese Straße ziemlich genau 42 Kilometer lang ist, lag es nicht fern, dass vor ca. 20 Jahren die Idee entstand, die Küstenstraße für einen Marathonlauf zu nutzen.

Wenn ein Läufer 99 Marathonläufe absolviert hat, liegt es auch nicht fern, dass man sich Gedanken über einen besonderen Austragungsort für den Jubiläumslauf macht. Und genau so war es beim Marathonmann der Grünen, Alexander Hörniß, der den Hadsel-Marathon zwar nicht gezielt aussuchte, aber seine Urlaubsplanung teilweise darauf anpasste. Seine knapp 3-wöchige Norwegen-Rundreise hätte ohne die Teilnahme in Hadsel sicher einen anderen Verlauf genommen.

Und so kamen die Insel Hadseloya und Rhein-Berg Runner Hörniß am Morgen des 3. August auf dem kleinen Markplatz mit weiteren 20 Teilnehmern zusammen um die 42 Jubiläumskilometer auszutragen. Während bei den drei teilnehmenden Frauen ein Podestplatz bereits sicher war, wenn man das Ziel erreichte, musste man sich bei den Männern gegen 15 weitere Konkurrenten durchsetzen um einen der ersten drei Plätze zu erreichen.
Eine Zielzeit zwischen 2:50 und 3:00 ist für Alexander Hörniß bei einem normal flachen Marathon kein Problem, daher gehörte Hörniß auch zu den ersten drei Teilnehmern die vor der 3 Stunden-Marke über die Ziellinie liefen. Lediglich einer der 14 norwegischen Teilnehmer war etwas schneller und gewann das Rennen mit der Zeit von 2:54:49 Stunden.

Knapp 2 Minuten später folgte Hörniß mit der Zeit von 2:56:48 und durfte somit sein Jubiläumsrennen auf dem Podest und dem 2. Gesamtplatz beenden. Für Alexander Hörniß ein zusätzliches und besonderes Urlaubshighlight.

Eine Reise ohne Wettkampfteilnahme? Für Norbert Schneider und seine Tochter Celine kaum denkbar. Also verbanden die Schneiders ihre Hinfahrt zum Besuch der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Berlin, mit der Teilnahme am Lauf- und Walking-Tag in Northeim-Hillerse. Vater Norbert nahm am 10 km-Lauf teil, der tatsächlich 9,3 km lang ist, dafür aber sehr profiliert und anspruchsvoll. Das Rennen konnte Schneider mit der Zeit von 38:26 Minuten gewinnen, mit einem Abstand von 44 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. Tochter Celine gewann bei der U16-Wertung im 5 km-Lauf ihre Wertungsklasse und lief mit der Zeit von 22:59 Minuten auf den 7. Gesamtplatz.

 

Eine Woche später folgten für die Schneiders im hessischen Karben weitere Teilnahmen im Rahmen des 30. Karbener Stadtlaufes. Tochter Celine belegte über die 3 km-Distanz mit der Zeit von 12:00 Minuten den 2. Platz und Vater Norbert belegte ebenfalls Platz 2, über die amtlich vermessene 10 km-Distanz, mit der Zeit von 37:24 Minuten.

Dass die Läufer der Rhein-Berg Runners bei Wettkämpfen nicht nur auf flachen Strecken unterwegs sind, sondern viele Läufe mit Höhenmetern und Anstiegen absolvieren, ist bekannt. Dass es nun aber auch senkrecht in die Höhe geht, ist ein Novum im Verein.
Die Vorbereitung für vier Läufer der Runners, auf den 8-tägigen Lauf „Transalpine Run“, Anfang September, beinhaltet nicht nur viel Training an Anstiegen und Bergen, auch an Treppen, z.B. im Uni-Center Köln oder am Metabolon in Lindlar. So passte für Rene Grass auch die Teilnahme am Treppenturm-Lauf im MediaPark Köln. Der KölnTurm ist Kölns höchstes Bürogebäude und bedeutet für die Teilnahme am Turmlauf die laufende Überwindung von 39 Etagen bei 714 Stufen. Nach einem kurzen Anlauf über ca. 50 Meter geht es für die Teilnehmer seitlich direkt in den Turm und im geschlossenen Treppenhaus durchgehend bis hoch in die letzte Etage.

Treppenläufe sind mittlerweile eine beliebte spezielle und eigene Laufdisziplin und so findet Mitte September in Frankfurt auch die erste offizielle Deutsche Meisterschaft im Treppenlauf statt. Für den Lauf, der im Frankfurter Thyssenkrupp Testtower stattfindet, konnte Rene Grass ebenfalls einen Startplatz bekommen, jedoch bis zum KölnTurm-Lauf nichtsahnend was ihn da erwartet..
In Köln mussten 39 Etagen und 714 Stufen überwunden werden, für die Grass 5:04 Minuten benötigte. Der Elitelauf war zum größten Teil mit Teilnehmern von Towerrunning Germany e.V., aber auch mit Teilnehmern aus dem Ausland besetzt, die sich auch im vorderen Feld der Ergebnisliste platzieren. Am schnellsten konnte Görge Heimann von Towerrunning Germany die Distanz mit der Zeit von 3:28 Minuten überwinden.
Für Grass reichten 5:04 Minuten zu Gesamtplatz 28 und Platz 4 in seiner Altersklasse.
Die Überwindung der 714 Stufen in Köln haben den Teilnehmern bereits alles abverlangt, für die Teilnehmer in Frankfurt steht am 15. September mit 1.390 Stufen ungefähr die doppelte Distanz bevor. Die Bedeutung der bevorstehenden Aufgabe ist für Grass erst nach der Teilnahme in Köln konkret einzuschätzen..

Auch der Malbergglauf, als kurzer Berglauf mit einer Distanz von 6 km und +370 Höhenmetern eignet sich als Vorbereitung für das Alpenprojekt „Transalpin Run“. Und so machten sich die Teampartner Frank Schröder und Rene Grass am vergangen Freitag auf den Weg nach Hausen-Wied, einer Gemeinde im Landkreis Neuwied, gelegen im Naturpark Rhein-Westerwald. Mit 373 m.ü.NN ist der Malberg, ein erloschener Vulkan, die höchste Erhebung der Gemeinde.
Ausgerechnet zum 20-jährigen Jubiläum wurde der Lauf vom Start weg von Dauerrergen begleitet. Nachdem die Teilnehmer von der Startnummernausgabe an der Malberghütte auf dem Weg zum Start im Ort Hausen noch durch leichten Nieselregen liefen, begann pünktlich zum Start der starke Niederschlag. Mit dem richtigen Schuhwerk ausgestattet, sind solche Umstände jedoch wenig problematisch für einen Läufer der viel im Gelände unterwegs ist.
Neben den Prämierungen der Altersklassensieger in Form einer kleinen Kuhglocke werden beim Malberglauf seit der Erstaustragung auch die Streckenrekorde der Altersklassen dokumentiert und bei Erreichen eines neuen Rekordes mit einer großen Version der speziellen Malberg-Kuhglocke honoriert. Der absolute Streckenrekord liegt bei 22:52 Minuten, aufgestellt von Jan Matthis Kuhn (LC Eschenburg)  im Jahr 2009. Der Rekord wurde in der Wertungsklasse M20 gelaufen. 2019 wurden fünf große Kuhglocken vergeben, für die Rekorde MU16 (Simon Quint, 28:00), M55 (Lars Breuer, 27:23), M65 (Ralf Bossert, 31:40), WU20 (Dioni Gorla, 28:30) und W35 (Marlen Günter, 29:48).
Den Streckenrekord in der Wertungsklasse M50 hält Rolf Hasselmann (LG Hünxe), aufgestellt im Jahr 2008, mit der Zeit von 26:11 Minuten. Eine Zeit, die durchaus eine Herausforderung für Frank Schröder hätte sein können. Die Teilnahme in diesem Jahr erfolgte jedoch aus vollem Training heraus und als Vorbereitungswettkampf für den Transalpine-Run, darüber hinaus auf nassem Untergrund.
So blieb Schröder 1:45 über dem Streckenrekord und lief nach 27:56 Minuten über die Ziellinie an der Malberghütte. Die Zeit reichte zu Gesamtplatz 17 und Platz 2 in der Altersklasse M50. Sven Löschengruber vom LT Hanau benötigte 3 Sekunden weniger und gewann die WK M50. Auf Platz 3 der M50 folgte Joe Körbs mit der Zeit von 29:36 Minuten, vor Ingo Pung (29:58), der 1 Sekunde vor Rene Grass ins Ziel lief. Mit 29:59 Minuten war Grass der letzte Teilnehmer der eine Zeit unter 30 Minuten erreichte.

 

Ergebnis Hadsel Marathon, Norwegen, 03.08.2019
42,2 km (Gesamt/AK)
Alexander Hörniß 2:56:48 Std. (2/1)

Ergebnis Lauftag Northeim-Hillerse, 04.08.2019 
9,3 km (Gesamt/AK)
Norbert Schneider 38:26 min. (1/1)

Ergebnis Kölnturmlauf, 04.08.2019
714 Stufen (Gesamt/AK)
Rene Grass 5:04 min. (28/4)

Ergebnisse Malberglauf, 09.08.2019
6 km, +370Hm (Gesamt/AK)
Frank Schröder 27:56 min. (17/2)
Rene Grass 29:29 min. (29/5)

Ergebnis Monschau-Marathon, 11.08.2019
42,2 km, 750 Hm (Gesamt/AK)
Manuel Skopnik 2:56:21 Std. (2/2)

Ergebnis Stadtlauf Karben, 11.08.2019
10 km (Gesamt/AK)
Norbert Schneider 37:24 Minuten (2/1)

 

Fotos:

Manuel Skopnik, Monschau Marathon: Peter Borsdorff
Alexander Hörniß, Hadsel: Hörniß privat
Norbert Schneider, Karben: Schneider privat
Rene Grass, Köln: Grass privat
Frak Schröder+Rene Grass, Hausen: Christina Quade

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