WM-Bronze für Schröder und Schneider in Malaga

Bestleistung von Linden in Kopenhagen
 

Die 23. Leichtathletik Senioren WM (World Masters Athletics Championship) wurden dieses Jahr im Zeitraum vom 4.-16. September in Malaga, der Hafenstadt an der südspanischen Costa del Sol ausgetragen. Ähnlich wie vor drei Jahren bei den Titelkämpfen in Lyon, war auch dieses Jahr die Austragung sehr teilnehmerstark. Von 8.197 gemeldeten Teilnehmern war Deutschland mit 614 gemeldeten Athleten hinter Spanien (1.792) und Großbritannien (704) die drittstärkste teilnehmende Nation. Deutschland meldete 214 Frauen und 400 Männer, zu denen auch Martin Koller, Frank Schröder und Norbert Schneider von den Rhein-Berg Runners gehörten. Alle drei hatten Meldungen für das Halbmarathon-Finale am Sonntag, den 16. September. Nachdem Martin Koller bereits die Teilnahme an der 10 Km-DM in Bremen verletzungsbedingt absagen musste, war auch ein Start in Malaga nicht möglich. Koller nutze trotzdem die gebuchte Reise zu einem Urlaubsaufenthalt und auch zur Unterstützung seiner Teamkollegen.
Im Gegensatz zu nationalen Meisterschaften, bei denen das Geburtsjahr die Wertungsklasse regelt, ist bei internationalen Meisterschaften das Geburtsdatum maßgeblich. Somit startete Norbert Schneider in der Wertungsklasse M45 (bei der DM bereits in der M50), Frank Schröder der zum Austragungszeitpunkt bereits das 50. Lebensjahr vollendet hatte, startete in der Wertung M50.
Wunschziel für beide Läufer war in der jeweiligen Wertungsklasse ein Platz unter den besten drei deutschen Teilnehmern um somit ggf. ein Platz auf dem Podium in der Mannschaftswertung erreichen zu können.

Der Start des Halbmarathons war bereits um 9 Uhr morgens, die Bedingungen waren trotz des frühen Zeitpunktes jedoch wenig optimal. Durch die Hitze (mit Temperaturen bis 30 Grad), die hohe Luftfeuchtigkeit (ca. 80%) und schwülwarme Luft war es zunächst wichtig das Rennen nicht zu schnell anzugehen. Entsprechend den Umständen gab es dann eine sehr hohe Zahl an Teilnehmern, die aus dem Rennen ausgestiegen sind, teilweise auch aussteigen mussten, da sie körperlich den Bedingungen Tribut zollen mussten. Die beiden Läufer der Runners schafften es jedoch das Rennen mit, den Umständen entsprechend guten Zeiten, zu beenden.

Der schnellste Halbmarathon Läufer in der Wertungsklasse M45 war der Portugiese Davide Figueiredo, mit der Zeit 1:11:32 Stunden und holte somit den WM Titel. Der schnellste deutsche Teilnehmer in der M45-Wertung war Norbert Schneider, mit der Zeit 1:21:07 Stunden und Gesamtplatz 21. Die beiden folgenden deutschen Läufer waren Stefan Harig (1:22:24 / Platz 25) und Heiko Wilmes (1:26:30 / Platz 42). Die drei Läufer konnten mit den Ergebnissen hinter Spanien und Großbritannien das dritt- schnellste Team stellen und holten somit für das deutsche Team die Bronzemedaille.

Der schnellste Läufer in der Wertungsklasse M50 war der frischgebackene Deutsche Meister im 10 km Straßenlauf, Miguel Molero-Eichwein, der mit der Zeit von 1:14:11 den WM-Titel holte und die Goldmedaille für das deutsche Team. Zweitschnellster deutscher Teilnehmer war Frank Schröder, der für das Rennen 1:21:26 Std. benötigte und auf Gesamtplatz 18 lief. Zusammen mit dem drittschnellsten Deutschen, Arne Welenz (1:23:24 / Platz 22) konnte auch das Deutschland-Team Platz 3, hinter Portugal und Spanien, belegen und die Bronze-Medaille gewinnen.
Die beiden Teilnehmer der Runners, Frank Schröder und Norbert Schneider, konnten mit den WM-Bronze-Medaillen eine überaus erfolgreiche Saison krönen. Schröder gewann bereits 3x Team-Gold mit den Runners im Halbmarathon, Marathon und 10 Km Straße. Norbert Schneider gewann im Halbmarathon und 10 Km Straße ebenfalls jeweils Gold und die Team-Meisterschaft in der Wertungsklasse M50.



Ebenfalls am 16. September wurde der Halbmarathon in Kopenhagen ausgetragen. Der „Copenhagen Half Marathon“ ist eines der Top Sport Events in Dänemark. Der internationale Leichtathletik Verband hat den Halbmarathon 2015 mit dem IAAF Road Race Bronze Label und im Folgejahr 2016 mit dem IAAF Road Race Silber Label ausgezeichnet. Die Veranstalter haben das Laufevent auf Weltklasse-Niveau gebracht haben um einmal das Gold Label zu erhalten. In Kopenhagen tritt die Weltelite an um auf dem schnellen Halbmarathon-Weltmeisterschaftskurs von 2014, durch Kopenhagen und Frederiksberg zu laufen. Auf der Strecke blieben in den letzten beiden Jahren jeweils die ersten 7 Läufer (alle Kenianer) unter der 60 Minuten-Marke. Für die Weltelite ist eine Qualifikationszeit von 72 min. für Männer und 80 min. für Frauen erforderlich.

Der Halbmarathon ist aber auch ein Straßen- und Citylauf , der sowohl Freizeitläufern als auch ambitionierten Vereinsläufern die Möglichkeit bietet, auf schneller Strecke schnelle Zeiten zu laufen, bestenfalls mit persönlichen Bestleistungen.
So machte sich auch der Rhein-Berg Runner Sebastian Linden auf den Weg nach Kopenhagen, mit dem Ziel seine Halbmarathonbestzeitzeit (1:19:29, Eindhoven 2017) zu unterbieten.
 
Den ersten 5 km-Split absolvierte Linden bereits in 17:53 Minuten, also einer Pace von 3:35 km/min. Das sehr hohe Tempo konnte er im weiteren Verlauf nicht ganz halten, trotzdem konnte Linden weitere starke Splits absolvieren. Die Durchgangszeit nach 10 km lag bei 36:01 min. und nach 15 km bei 54:13 min., die Pace lag bei 3:38 und 3:39 min/km. Lediglich im letzten Abschnitt wurde das Tempo um 3 sek/km langsamer, aber insgesamt reichte es dennoch zu einer fantastischen Zielzeit von 1:16:39 Stunden. Linden konnte seine Bestzeit somit beeindruckend um 2:50 min. verbessern. 
Die Qualität der Veranstaltung zeigt dass Linden mit dieser starken Zeit nur Gesamtplatz 227 belegte und in seiner Altersklasse Platz 57. Das war aber nebensächlich, denn an diesem Tag zählte nur die starke Leistung und das tolle Ergebnis.

Alle Fotos: Rhein-Berg Runners / Privat
Martin Koller (Malaga, Norbert Schneider / Frank Schröder)
Melina Weyer (Kopenhagen, Sebastian Linden)

 

DER Monte Sophia ist ein anspruchsvoller Landschaftslauf über DIE Monte Sophia, wie die Sophienhöhe auch genannt wird, die aus dem Abraum des Braunkohlentagebaus Hambach entstanden ist. Sie liegt im Rheinischen Braunkohlerevier zwischen Köln und Aachen, nahe der Stadt Jülich und des Veranstaltungsortes Niederzier.

Sie ist bewaldet, enthält Feuchtbiotope und ist beliebtes Ausflugsziel mit zahlreichen Wanderwegen. Sie erhebt sich 200 Meter über das umgebende, flache Gelände und ist das Trainingsgebiet der Läufer des TV Huchem-Stammeln.

Die 28,1 Kilometer des Monte Sophia zeigen die Sophienhöhe in ihrer gesamten Ausdehnung, präsentieren ihre Sehenswürdigkeiten, wie den \"Hinkelstein\" am Jülicher Kopf und den \"Römerturm\" am Steinstraßer Wall, und bieten einige schöne Aussichten auf die Umgebung.

Außer den ersten und letzten zwei Kilometern auf Asphalt führt die Strecke über feste Kieswege. Die Länge und Stärke der Steigungen variiert ständig und reicht von längeren, sanft ansteigenden Streckenbereichen bis zu kurzen Passagen mit heftigem Anstieg.

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